In einem integrativ-differenzierten Unterricht stehen die beiden Dimensionen «Innere Differenzierung» und «Sozialer Austausch» im Mittelpunkt. Thommen, Anliker und Lietz haben folgende Idealkriterien formuliert:
«Strukturierung und Darbietung des Themas
Der Unterricht soll so gestaltet sein, dass der soziale und fachliche Austausch zwischen allen Kindern möglich ist. Sozialer und fachlicher Austausch soll in einzelnen Sequenzen einer Unterrichtseinheit bewusst zwischen leistungsschwachen und leistungsstarken Kindern gezielt gefördert und ermöglicht werden.
Die unterschiedlichen Lern- und Leistungsvoraussetzungen werden berücksichtigt, indem der Stoff im Bezug auf den Umfang oder den Komplexitäts- und Schwierigkeitsgrad differenziert dargeboten wird.»
Diese beiden Dimensionen möchte ich bei der Gestaltung von Unterrichtsangeboten im nächsten Quartal berücksichtigen. Zur Klassenlektüre «Hexe Lakritze» von Eveline Hasler entsteht derzeit eine Unterrichtswerkstatt mit Angeboten zum Textverständnis, zur Sprachbetrachtung und –produktion. Dies geschieht im Rahmen eines gemeinsam verantworteten Unterrichts mit meiner Kollegin, die ihrerseits ein Postenangebot im Fach Mathematik zusammenstellt.
Und weil ich gerade im Studienbrief «Instructional Design» von Gabi Reinmann zur Bedeutung der Motivation beim Lernen das ARCS-Modell von Keller entdeckte, versuche in entlang der vier Hauptelemente Aufmerksamkeit (attention), Relevanz (relevance), Erfolgszuversicht (confidence) und Zufriedenheit (satisfaction) die Empfehlungen von Niegemann bei der Gestaltung der Lernumgebung einzubeziehen…