In der Hausarbeit zu M3 im Masterstudien «Bildung und Medien – eEducation» bin ich gerade beim Reflexionsteil angekommen. Ich gestalte ihn entlang von Korner und Reinhardt und ihrer Wegleitung zur Erstellung eines Podcast-Konzepts und habe mir heute Gedanken gemacht zur Zielgruppe.
Zielgruppe: Podcasting in der Schule zu betreiben, entspringt nicht einem unmittelbaren Bedürfnis der PrimarschülerInnen meiner Klasse. Dies war daran abzulesen, dass sich die Kinder erst einmal nicht besonders für den Vortrag als «Konserve» interessierten, sondern sich auf die Live-Präsentationen freuten und vor allem auf die Lernaktivitäten, die sie sich dazu ausgedacht hatten. Die Erstellung von digitalen Produkten hatte durch die Einführung eines E-Portfolios in diesem Schuljahr zwar einen zentralen Stellenwert, auch bildeten Audio-Aufnahmen im Unterricht keineswegs einen Störfaktor, sondern gehörten einfach dazu und wurden von den Kindern auch erbeten, wenn sie wieder ein Produkt vorzuweisen hatten. Dennoch standen die unmittelbaren und sinnlichen Erfahrungen mit den Schnecken im Terrarium für Kinder an erster Stelle. Das Potenzial von Podcasting zeigt sich denn auch nicht in erster Linie an der Zielgruppe der SchülerInnen, sondern darin, dass mit der Veröffentlichung des erstellten Produkts geschlossene Räume wie das E-Portfolio oder das Klassenzimmer verlassen und andere Zielgruppen erreicht werden können. Mit dem Podcast «Schneckenpost» konnten Eltern, Verwandte und «Schulfreunde» sowie die MitschülerInnen der 3./4. Klasse erreicht werden. Darüber hinaus sollen die Episoden an den demnächst stattfindenden Übergabegesprächen für den Klassenwechsel den KollegInnen vorgestellt und als Gesprächsgrundlage eingesetzt werden.
